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Abstracts zu den Vorträgen

 

Zum Einsatz digitaler Technologien im zukünftigen Mathematikunterricht - Der Blick zur aufgehenden Sonne und die Faszination der Nordlichter

Prof. Dr. Hans-Georg Weigand, Universität Würzburg

Wie wird bzw. könnte oder sollte die Weiterentwicklung des Einsatzes von Grafikfähigen Taschenrechnern (GTR), Taschencomputern (TC), Computer Algebra Systemen (CAS), von Tablets, Smartphones und Internet im zukünftigen Mathematikunterricht aussehen? Was können wir aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte lernen und wer gibt uns - oder wo finden wir - Orientierung und Visionen für die kommenden Jahre?

In dem Vortrag soll der Begriff der "digitalen Bildung" anhand (einiger) aktueller Beispiele und Tendenzen - auch mit Blick in andere Länder - konkretisiert, und es sollen Ziele im Hinblick auf einen zukünftigen sinnvollen Einsatz DT formuliert werden.

 

Sprache im Mathematikunterricht der Sekundarstufen

Prof.'in Dr. Kerstin Tiedemann, Universität Bielefeld

Blickt man in die curricularen Vorgaben für den Mathematikunterricht der Sekundarstufen, erkennt man Sprache und Mathematik geradezu als Traumpaar: Die Lernenden sollen mathematische Texte schreiben, über mathematische Inhalte diskutieren, ihre Lernergebnisse präsentieren und ihre kommunikativen Fähigkeiten weiterentwickeln. Damit sind wir als Mathematiklehrkräfte täglich vor die Aufgabe gestellt, die Sprache als Lernvoraussetzung, als Lernmedium, aber auch als Lerngegenstand in den Blick zu nehmen und zu fördern. Wie aber kann insbesondere in heterogenen Lerngruppen sichergestellt werden, dass sich das Traumpaar Sprache und Mathematik nicht aus den Augen verliert?

Im Vortrag wird über Forschungsergebnisse zur Sprache im Mathematikunterricht, über Planungshilfen und praktische Tipps für den Alltag informiert und diskutiert. Herzliche Einladung zum Zuhören, Ausprobieren und zum munteren Jonglieren mit Möglichkeiten für den eigenen sprachsensiblen Mathematikunterricht!

 

"Enaktiv - ikonisch - symbolisch" konkret

Was macht Mathematik (aus)?

Prof. Dr. Anselm Lambert, Universität des Saarlandes

Bruners Trias der Darstellungsebenen "enaktiv - ikonisch - symbolisch" ist sei den 1960er Jahren wohl bekannt und verbreitet. Was sie aber über ein oberflächliches "Basteln - Malen - Rechnen" hinaus speziell für Mathematik und ihre Besonderheiten als symbolische Sprache bedeutet bleibt meist undiskutiert.

Im Mitmachvortrag wird eine entsprechende Repräsentationsebenenvernetzung theoretisch fundiert und an konkreten Beispielen für den Mathematikunterricht, die jene unterrichtspraktisch sinnvoll ausgestalten, erläutert. Dabei werden im Kontext einer Diskussion der unterschiedlichen individuellen Zugänge zur Mathematik, die man bei Lernenden findet, alle Gebiete der Schulmathematik (Arithmetik & Algebra, Funktionen, Geometrie, Stochastik) berührt.